Was kostet eine Website wirklich? Die ehrliche Gesamtrechnung

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Was eine Website kostet, hängt vom Modell ab: Eine Agentur verlangt meist einen vierstelligen, teils fünfstelligen Einmalbetrag plus laufende Pflege. Baukästen kosten wenig Geld, aber viel Eigenzeit. Website-Abos liegen dazwischen — bei Pagoras 79 € im Monat, alles inklusive. Entscheidend ist nie der Startpreis, sondern die Gesamtrechnung über mehrere Jahre.

Dieser Beitrag schlüsselt alle Kostenarten auf — einmalige, laufende und die gern verschwiegenen versteckten Posten — und vergleicht die drei Modelle über einen Zeitraum von drei Jahren. Damit können Sie Angebote endlich vergleichbar machen.

Einmalkosten: Was am Anfang anfällt

Beim klassischen Projekt („Website erstellen lassen“) setzen sich die Anfangskosten so zusammen:

  • Konzept & Design: Struktur, Layout, Look — der größte Posten bei Agenturen.
  • Umsetzung/Technik: Einrichtung von CMS, Hosting, Domain.
  • Texte: Werden oft vergessen — entweder schreiben Sie sie selbst (Zeit!) oder Sie bezahlen dafür.
  • Fotos: Ein Profi-Shooting ist optional, aber wertvoll.

Je nach Anspruch und Anbieter reicht die Spanne von einem niedrigen vierstelligen Betrag für eine einfache Visitenkarten-Seite bis weit in den fünfstelligen Bereich für individuelle Projekte. Wichtig: Ein niedriger Projektpreis sagt nichts über die Folgekosten — und genau dort entscheidet sich die Rechnung.

Was den Preis nach oben treibt

Warum kostet die eine Website das Fünffache der anderen? Im Kern sind es fünf Faktoren:

  • Seitenumfang: Fünf Seiten oder fünfundzwanzig — jede Unterseite braucht Konzept, Text und Pflege.
  • Individualität: Ein angepasstes Template ist deutlich günstiger als ein von Grund auf entworfenes Design.
  • Funktionen: Buchungssystem, Shop, Mehrsprachigkeit oder Kundenbereich vervielfachen Aufwand und Folgekosten.
  • Texte und Fotos: Liefern Sie sie fertig an, oder müssen sie erstellt werden?
  • Abstimmungsschleifen: Jede Korrekturrunde kostet Arbeitszeit — bei Stundensatz-Projekten ein oft unterschätzter Posten.

Für einen typischen lokalen Betrieb — Leistungen, Öffnungszeiten, Kontakt, ein paar gute Fotos — ist das meiste davon verzichtbar. Genau deshalb lohnt sich die Frage, ob Sie ein individuelles Projekt brauchen oder einen professionellen Standard, der gepflegt wird.

Laufende Kosten: Der Teil, den kaum jemand einrechnet

Eine Website ist kein Möbelstück, sondern eher ein Fahrzeug: Sie verursacht laufende Kosten, ob Sie fahren oder nicht.

Posten Wofür
Hosting Server, auf dem die Seite liegt
Domain Ihre Adresse (z. B. meinbetrieb.de)
SSL-Zertifikat Verschlüsselung (oft inklusive)
Software-Updates CMS, Plugins, Sicherheit
Rechtstexte Impressum/Datenschutz aktuell halten
Inhaltsänderungen Preise, Zeiten, Angebote, Texte

Die ersten Posten sind überschaubar — typischerweise ein niedriger zweistelliger Eurobetrag pro Monat. Der wirkliche Kostentreiber ist die letzte Zeile, und die fehlt in fast jedem Angebot.

Die versteckten Posten: Änderungen, Updates, Sicherheit

Drei Kostenarten tauchen in keinem Angebots-PDF auf:

  1. Änderungs-Tickets. Jede Preisänderung, jedes neue Foto, jede Urlaubsmeldung geht bei der Agentur als Ticket raus — abgerechnet nach Stundensatz oder über einen Pflegevertrag (üblich sind Retainer von etwa 100–300 € im Monat). Schmerzhafter als das Geld ist oft die Wartezeit: Tage bis Wochen für eine Zeile Text.
  2. Update-Pflicht bei CMS-Websites. WordPress & Co. brauchen regelmäßige Updates von System und Plugins. Macht das niemand, wird die Seite langsam, instabil — oder gehackt.
  3. Der Notfall. Gehackte Seite, abgelaufene Domain, Server-Umzug: selten, aber teuer, wenn niemand zuständig ist.

Und der unsichtbarste Posten von allen: Ihre eigene Zeit. Beim Baukasten ist sie der eigentliche Preis — die Abende und Wochenenden, die Sie mit Bauen, Frickeln und Pflegen verbringen, statt mit Ihrem Geschäft.

Drei Modelle im Vergleich

Modell 1: Agentur. Individuelles Design, professionelle Umsetzung — die richtige Wahl für komplexe Projekte, Shops und Marken mit besonderen Anforderungen. Dafür: hohe Einmalkosten, Änderungen per Ticket, laufender Pflegevertrag. Ohne Pflegevertrag veraltet die Seite.

Modell 2: Baukasten (Wix, Jimdo & Co.). Geringe monatliche Kosten, sofort startklar. Dafür: Sie machen alles selbst — Design, Texte, Technikfragen, Pflege. Das Ergebnis hängt von Ihrem Talent und Ihrer Zeit ab, und ein Umzug zu einem anderen Anbieter ist kaum möglich.

Modell 3: Website-Abo. Profis bauen die Seite, Sie zahlen monatlich, alles ist inklusive — Hosting, Domain, Rechtstexte, Updates und vor allem: laufende Änderungen. Bei Pagoras kostet das 79 € im Monat, ohne Einrichtungsgebühr und ohne Langzeitbindung; Änderungen schicken Sie einfach als WhatsApp-Nachricht.

Die 3-Jahres-Rechnung (TCO)

Vergleichbar werden die Modelle erst über die Gesamtbetriebskosten („Total Cost of Ownership“) über drei Jahre:

Posten Agentur Baukasten Website-Abo (Pagoras)
Erstellung hoch (einmalig, vierstellig+) 0 € (Ihre Zeit) 0 €
Hosting/Domain/SSL extra im Abo inklusive
Updates/Sicherheit Pflegevertrag oder Risiko Anbieter inklusive
Rechtstexte aktuell extra selbst inklusive
Inhaltsänderungen pro Ticket / Retainer selbst (Zeit) inklusive, per Chat
Eigene Arbeitszeit gering hoch minimal
3 Jahre gesamt Einmalbetrag + 36 × Pflege 36 × Abo + viele Stunden 36 × 79 €

Eine seriöse Zahl für „die“ Agentur- oder Baukasten-Gesamtkosten gibt es nicht — zu groß sind die Unterschiede. [TODO: Beispielrechnung mit konkreten Zahlen aus echten Angeboten ergänzen.] Aber die Struktur der Rechnung ist immer gleich: Die Agentur ist vorne teuer und hinten unkalkulierbar, der Baukasten ist vorne billig und kostet hinten Ihre Zeit, das Abo ist über die ganze Laufzeit konstant und planbar.

Woran Sie unseriöse Angebote erkennen

  • „Website ab 0 €“ — die Kosten stecken dann in Vertragslaufzeit, Zusatzpaketen oder Werbeeinblendungen.
  • Keine Aussage zu Änderungskosten — fragen Sie explizit: „Was kostet es, wenn ich nächsten Monat drei Preise ändern will, und wie lange dauert das?“
  • Domain läuft auf den Anbieter — Ihre Adresse muss Ihnen gehören — nicht dem Anbieter.
  • Lange Mindestlaufzeiten bei gleichzeitig niedrigem Monatspreis — die Rechnung kommt über die Bindung.

Häufige Fragen

Was kostet eine einfache Website für ein kleines Unternehmen? Beim Baukasten ein kleiner monatlicher Betrag plus viele Stunden Eigenarbeit; bei der Agentur typischerweise ein vierstelliger Einmalbetrag plus laufende Pflege; beim Website-Abo ein fester Monatspreis mit allem inklusive — bei Pagoras ab 79 € im Monat ohne Einrichtungsgebühr. Vergleichen Sie immer die Gesamtkosten über drei Jahre, nie nur den Startpreis.

Warum sind Agentur-Websites so teuer? Weil echte Arbeitszeit von Fachleuten drinsteckt: Konzept, Design, Texte, Technik, Abstimmungen. Das ist für individuelle Anforderungen gerechtfertigt. Für einen Standard-Webauftritt eines lokalen Betriebs ist der Aufwand aber oft überdimensioniert — und die Folgekosten für Änderungen werden im Angebot selten ehrlich ausgewiesen.

Welche laufenden Kosten hat eine Website mindestens? Hosting, Domain und SSL als technische Basis, dazu Software-Updates (bei CMS-Seiten), aktuelle Rechtstexte und — der größte Posten — Inhaltsänderungen. Wer „nur Hosting und Domain“ kalkuliert, unterschlägt die Pflege. Eine ungepflegte Website verursacht keine Rechnungen, aber stille Kosten durch falsche Infos und Vertrauensverlust.

Fazit

Die Frage „Was kostet eine Website?“ hat keine einzelne Zahl als Antwort — aber eine ehrliche Struktur: Einmalkosten + laufende Technik + Rechtstexte + Änderungen + Ihre Zeit, gerechnet über drei Jahre. Die Agentur lohnt sich für komplexe Projekte, der Baukasten für Bastler mit Zeit, das Abo für alle, die einen professionellen Auftritt mit planbaren Kosten und mühelosen Änderungen wollen. Nächster Schritt: Nehmen Sie Ihr aktuelles oder geplantes Setup und rechnen Sie die 3-Jahres-Tabelle einmal selbst durch — inklusive Ihrer Arbeitszeit.

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Tom Prokscha

Baut und betreut Websites für lokale Betriebe — und schreibt hier auf, was er Kunden im Gespräch erklärt. Mehr über Pagoras

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